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Hobby: Pen-&-Paper Rollenspiel.

In diesem Blog werden in Zukunft Einträge erscheinen, die sich mit meinen verschiedenen RP-Gruppen und dem Hobby an sich befassen.

Und den Anfang wird fürs erste 'Das Schwarze Auge' (kurz DSA) machen, da es vermutlich das von uns am meisten bespielte System darstellt.

Da wir am Samstag (endlich) 'hochoffiziell' mit der Kampagne um die '7 Gezeichneten' begonnen haben (immerhin haben wir nun schon geraume Zeit darauf hingearbeitet), werde ich von nun an verschiedene Übersichten und Zusammenfassungen unserer jeweiligen Spielabende veröffentlichen. 

Vor allem weil wir in Zukunft wohl nur unregelmäßig zum Spielen kommen werden, stellen diese Spielberichte eine gute Möglichkeit dar, nach einer längeren Pause nicht den Anschluß an die Handlung zu verlieren.

 

Das alles hier entsteht natürlich erstmal provisorisch. Sobald ich die Zeit habe, werde ich wahrscheinlich mal am Layout basteln und das ganze etwas übersichtlicher gestalten...

 

So far,

Cavalorn.

11.10.08 16:08


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DSA - Die Zeit vor 1015 BF

Zunächst einmal eine Zusammenfassung der meiner Meinung nach wichtigsten Ereignisse der letzten Jahre aventurischer Geschichte – diese Ereignisse wurden zwar von unserer Gruppe nicht aktiv bespielt und erlebt, was aber nicht bedeutet das die Charaktere nicht trotzdem die Auswirkungen zu spüren bekommen können. 

Keine Angst, niemand wird von euch verlangen, all diese Namen und Ereignisse auf Abruf parat zu haben, es dient mir lediglich zur Fixierung des Metaplots der Kampagne und soll euch lediglich einen Überblick geben – damit ihr einige der in Zukunft vielleicht auftauchenden Namen zumindest schon einmal gehört habt und einigermaßen zuordnen könnt. ^^

Wir schreiben gegenwärtig das Jahr 1015 nach Bosparans Fall / 22 Hal.

Kriege, Krisen, Politik

Die Orks haben erst vor wenigen Jahren (1010 BF) ihren groß angelegten Kriegszug aus den Steppen des Orklandes unternommen, den sogenannten Orkensturm. Unter Führung des amtierenden 'Aikar Brazoragh' und des 'Schwarzen Marschalls' Sadrak Whassoi (der als strategisches Genie der Schwarzpelze gefürchtet ist) gelang es ihnen, das Svellttal zu erobern und teilweise gefährlich nahe an die Reichshauptstadt Gareth heranzurücken, bis sie schließlich 1012 BF in der Schlacht auf den Silkwiesen aufgehalten wurden. Es dauerte jedoch noch ein Jahr, bis sie 1013 BF nach einer mehrtägigen Schlacht bei Greifenfurt endgültig geschlagen und zurückgetrieben werden konnten.

Noch im Jahre 1010 BF verschwindet der amtierende Kaiser des Mittelreiches Hal von Gareth spurlos während eines Jagdausflugs im Bornland und gilt seither als verschollen. 

Während Hals Sohn und rechtmäßiger Thronfolger Brin von Gareth sich mit den Bedrohungen des Orkensturms konfrontiert sieht und seine Kräfte auf die Verteidigung des Reiches konzentriert, kommt es in seiner Abwesenheit zur sogenannten Answinkrise: Answin von Rabenmund lässt sich in Gareth zum Kaiser krönen, nachdem in der Vergangenheit bereits mehrere Mordanschläge gegen Brin fehlschlugen. Ein großer Teil des mittelreichischen Adels erhob sich daraufhin gegen den Thronräuber, bis er schließlich 1011 BF u.a. von Raidri Conchiobair (Markgraf von Winhall), Cuanu ui Bennain (König von Albernia) und Dexter Nemrod (Reichsgroßgeheimrat, Leiter des Reichsgeheimdienstes KGIA und hier noch Großinquisitor der Praioskirche) unblutig festgesetzt werden konnte. Answin gelang jedoch noch vor seiner Verurteilung die Flucht.
 

1014 BF gelang es Brin von Gareth gemeinsam mit seiner Gattin Emer ni Bennain auf einem Großen Hoftag, das Reich auf das Haus Gareth einzuschwören und ihn als 'Reichsbehüter' einzusetzen, da er den Kaisertitel nicht annehmen will bevor das Schicksal seines Vaters geklärt ist. 

Sollte Kaiser Hal bis zum Jahr 1022 BF (also 12 Jahre nach seinem Verschwinden) nicht wieder aufgetaucht sein, so wird er für tot erklärt und Brin offiziell zum neuen Kaiser des Mittelreiches gekrönt.

Persönlichkeiten, Religion und Weltbild

Brin von Gareth hat sich vor einem Jahr zum Reichsbehüter ernannt und wird erst 1022 BF zum Kaiser gekrönt werden, wenn der Verbleib seines Vaters bis dahin nicht geklärt ist.

Reichserzmarschall Helme Haffax ist oberster Befehlshaber des Heeres, militärisches Genie und treu ergebener Diener des Mittelreichs.

Reichsgroßgeheimrat Dexter Nemrod ist Leiter der Kaiserlich-Garethischen Informationsagentur (KGIA) und geht in dieser Funktion seit jeher unerbittlich gegen die Feinde des Reiches vor. Sein Amt als Großinquisitor der Heiligen Inquisition der Praioskirche gab er im Jahr 1014 BF ab.

Gaius Cordovan Eslam Galotta, ehemaliger 1. Hofmagus, schwört dem Kaiserhaus seit er 1002 BF von Hal ins Exil geschickt wurde, Rache. Er gilt als Drahtzieher des Ogerfeldzugs, in dessen Verlauf die von ihm versammelten Oger im Herzogtum Tobrien einfielen und unter anderem die Stadt Ysilia samt der dort ansäßigen Magierakademie komplett zerstörten. Auf ihn ist ein Kopfgeld von bis zu 10.000 Dukaten ausgesetzt.

Der Schwertmeister Raidri Conchiobair ist Markgraf von Winhall und gilt als der beste Schwertkämpfer Aventuriens.

1014 BF fiel Viburn von Hengisfort (bis dahin 'Schwert der Schwerter' und Oberhaupt der Rondrakirche) einem Attentat zum Opfer und verstarb – mit seinem letzten Atemzug verkündete er jedoch (angeblich) Dragosch von Sichelhofen als seinen Nachfolger. Dieser residiert gegenwärtig an der Orkgrenze.

Ebenfalls 1014 BF vollzieht sich das Schisma der Praioskirche, da sich Hilberian Praiofold in Elenvina zum neuen 'Boten des Lichts' erklärt hat. Jariel Praiotin in Gareth ist bisher jedoch weiterhin rechtmäßiges Oberhaupt der Praioskirche und weicht nicht. Die Kirche des Praios ist nun also in 2 Parteien gespalten, die sich gegenseitig anfeinden.

 

 

(Änderungen/Aktualisierungen vorbehalten.)

11.10.08 16:14


Spielbericht: Rückkehr der Finsternis - Alptraum ohne Ende I

(Dies ist die Zusammenfassung unserer DSA-Runde vom letzten Samstag, 4. Oktober)

Wir befinden uns im Monat Ingerimm (welcher irdisch dem Monat Mai entspricht), und die letzten gemeinsamen Abenteuer liegen mittlerweile schon mehrere Monate oder sogar Jahre zurück. Die Helden haben diese ruhige Zeit genutzt, um neues Wissen und neue Fähigkeiten zu erlangen.

Auf Einladung von Phedrion schließlich erfolgte auf der Warenschau in Baliho die erste größere Zusammenkunft der Helden seit langer Zeit, zu der tatsächlich nahezu alle erschienen – außer dem Schwertgesellen Yaldero und den beiden Adligen (Phahir und Duchdo).

 

Die Warenschau von Baliho

Die Anreise gestaltete sich mehr als angenehm, es war immerhin Frühsommer (ein besonders herrlicher seiner Art noch dazu), und sämtliche Gasthäuser, Schenken und Tavernen zeigten sich Reisenden gegenüber zum Zweck der Warenschau von ihrer besten Seite – überall entlang der Reichsstraße wehen die Banner des Herzogtums Weiden (Silberner Bär auf Grün), der Grafschaft Baliho (Silbernes Wagenrad auf Rot) und der Reichsstadt Baliho (Zwei silberne Wagenräder auf Rot, darüber eine Mauerkrone). Lediglich Gerion und Shabra beschlich hier und da ein ungutes Gefühl – eine seltsame Unruhe, ein Kribbeln im Nacken – ohne das sie es jedoch näher fassen konnten. 

Einzig auffallend war die hohe Anzahl an Dienern des Praios, denen man auf dem Weg nach (und später in) Baliho selbst ungewöhnlich häufig begegnete – ob gewöhnliche Geweihte oder Mitglieder des Ordens der Bannstrahler, selten sah man soviel geballte Präsenz von Dienern eines einzelnen Gottes des Zwölfgötterpantheons. 

Ebenfalls ungewöhnlich waren die beiden nahe des Praiostempels gesichteten Kutschen, die die Wappen zweier Magierakademien trugen (namentlich der Akademie der magischen Rüstung zu Gareth und der Halle der Austreibung zu Perricum). Die Kirche des Praios sieht die Verwendung von Magie seit jeher als Frevel – wozu lässt man Vertreter zweier der bedeutendsten Weißmagierakademien des Reiches nach Weiden holen?

Auf Nachfragen hin ließ sich die Präsenz der Praioskirche immerhin damit erklären, das wohl in Kürze ein Konvent der Diener des Greifen in Weiden stattfinden würde. Ob dieser Konvent allerdings wegen dringender Verhandlungen in Sachen Kirchenspaltung einberufen wurde, oder nur den offenbar jüngst erfolgen Orküberfall auf einen Praiostempel in Anderath (nördlich von Baliho) zum Anlaß hat, blieb offen. 

Die Stimmung auf der Warenschau an sich trübte das in jedem Fall kein Stück, und obwohl die Balihoer Warenschau nicht ganz so weltstädtisch daherkam wie erwartet, gab es doch genug zu Sehen, zu Staunen und vor allem zu Erwerben, so dass es einem so schnell nicht langweilig werden konnte. Zusätzlich konnte die Gruppe einige alte Bekannte wiedersehen, denn die Gauklerfamilie da Merinal (die man schon aus 'Staub und Sterne' kannte) gab sich die Ehre und lud dazu ein, doch am Abend des 22. Ingerimm im Spielhaus Nordstern einzukehren um dem Auftritt ihres neuesten Mitgliedes beizuwohnen – Seraya da Merinal, einer tulamidischen Tänzerin.

Da man bis zum Abend des 22. Ingerimm jedoch noch Zeit hatte, begnügte man sich damit, sich auf der Warenschau und in Baliho umzuschauen – ein Besuch an der 1000jährigen Eiche und dem Marktplatz (wo öffentliche Hinrichtungen durchgeführt wurden), sowie die Teilnahme an verschiedenen im Rahmen der Warenschau stattfindenden Turniere und Spiele verkürzten die Zeit kurzweilig.

So nahm Gerion etwa am Bogenturnier teil, während Walkir und Ragnar ihr Glück beim Wettzechen versuchten. Phedrion hingegen hatte mit seinem eigenen kleinen Handelsstand alle Hände voll zu tun. Die übrigen feuerten die jeweiligen Teilnehmer an oder stellten ihr Glück ihrerseits beim 'Kuhfladensetzen' (Eine 20x20 Schritt große umzäunte Wiese, auf die eine Kuh getrieben wird – das Feld, auf dem die Kuh ihren Haufen ablegt, hat gewonnen!) auf die Probe. 

Walkir und Ragnar hatten die Stärke des 'Balihoer Bärentods' (starker Roggenbranntwein) beim Wettzechen jedoch leicht unterschätzt und schieden nach einigen Bechern aus, sodass das Preisgeld und die Urkunde mit dem Titel 'Bärentod-Vernichter' an Berosch, Sohn des Brumil ging, einen äußerst trinkfesten Zwergen. Walkir und Ragnar mussten schließlich – wie andere, allzu hartgesottene Saufnasen - mehr oder weniger mühsam von der Traviageweihten von Baliho, Mutter Linai, und ihren beiden Novizen Bruder Sarkus und Schwester Alwine wieder aufgepäppelt werden. Wie es sich für Vertreter der Göttin des Herdfeuers, der Gastfreundschaft und der Familie gehört, kümmerte man sich jedoch fürsorglich um allzu verkaterte Gesellen.

Auch diejenigen, die am 'Kuhfladensetzen' teilnahmen, waren leider nicht mit Phexen's Glück gesegnet, da sämtliche Versuche, die Kuh durch Schreien und Rufen (und sogar Magie) zu beeinflussen, letztlich zum Scheitern verurteilt waren.


Einzig Gerion konnte sich beim Bogenschießen gegen sämtliche anderen Teilnehmer (darunter verschiedene Söldner und sogar eine elfische Schützin) durchsetzen und stolz den Hauptpreis des Turniers entgegennehmen: Eine magische Pfeilfeder des legendären Elfenschützen Tenobaal Totenamsel, welche einem einen einzigen, praktisch unfehlbaren Schuss ermöglichen soll.

 

Der Schrecken der Tobimora

Nachdem Walkir und Ragnar ihren Rausch einigermaßen auskuriert hatten, versuchten sie sich im übrigen daran (einem Aufruf eines Ausrufers folgend, der nach 'fähigem Schwertvolk' verlangte und 'mehrere Golddukaten' als Belohnung versprach), vielleicht doch noch einen lohnenden Auftrag an Land zu ziehen, und wurden so in der Schenke 'Kaiserstolz und Orkentod' vorstellig.

Hier suchte Delian von Wiedbrück, seines Zeichens Kommissar für magische Verbrechen beim Reichsgeheimdienst KGIA , nach fähigen Mitstreitern, um im östlichen Weiden den Untrieben eines Schwarzmagiers mit Namen Korobar, dem sog. 'Schrecken der Tobimora', nachzugehen und ihn endgültig unschädlich zu machen. Dieser wurde zwar laut von Wiedbrück bereits einmal vom Geheimdienst festgesetzt und all seiner magischen Macht beraubt, konnte aber dennoch entkommen – und seit einiger Zeit haben sich Berichte der Weidener Landbevölkerung gemehrt, die besagen das ein 'Schwarzer Schrecken' (dessen Beschreibung anscheinend auf Korobar zutreffen könnte) durch ihre Lande wandert und Menschen entführt. 

Leider wurden sowohl Ragnar als auch Walkir als für diese Mission ungeeignet erachtet, was zum einen auf ihre mangelnde Erfahrung mit Schwarzmagiern zurückzuführen ist (lediglich Ragnar hatte sich bereits einmal einem solchen entgegengestellt), und zum anderen darauf, das Delian von Wiedbrück bereits eine vielversprechende Gruppe von Abenteurern gefunden hatte, die ihm für sein Vorhaben geeigneter erschien – die 'Formidablen Sechs', eine Söldnertruppe, die für gutes Gold jeden Auftrag annehmen würden. Zu ihrer Überraschung mussten sie feststellen, das sie einem Teil dieser Söldnergruppe sogar schon begegnet waren, denn der Zwerg der sich beim Wettzechen durchgesetzt hatte, gehörte ebenso zu dieser Truppe wie eine der Teilnehmerinnen am Bogenturnier.

Delian von Wiedbrück brach jedenfalls einige Stunden später gemeinam mit dieser Söldnertruppe von Baliho aus ins östliche Weiden auf.  

 

Ein Abend im Nordstern

Am Abend des 22. Ingerimm war es dann schließlich soweit, und die Gruppe begab sich ins Spielhaus Nordstern, welches ungewöhnlicherweise einstmals ein Tempel des Efferd gewesen sein soll – einzig die Kuppel aus blauen Glasfenstern sowie dem Wasserbecken aus Marmor und Blaustein in der Eingangshalle erinnern noch an die frühere Verwendung des Gebäudes.

Nachdem ihnen dort die Mäntel und Langwaffen abgenommen wurden – einzig Salvian durfte seinen Magierstab als Zeichen seines Standes behalten – betrat man den großen Saal, der früher Altar- und Betraum des Tempels gewesen war. Es herrschte reges Treiben an den verschiedenen Spieltischen, und die Glücksräder und Setzbretter (irdisch wohl am ehesten mit Roulette gleichzusetzen) sowie verschiedene öffentliche Kartenrunden an Tischen und in kleinen Séparées waren bereits mehr oder weniger gut besetzt. 

So nahm man schließlich an einer der langen, kerzenbedeckten Tische für die Gäste Platz, genoss den ein oder anderen Schluck Wein und das gute Essen – welches, wie scheinbar überall in Baliho, Kartoffeln zur Beilage hatte. Bald kam man auch ins Gespräch mit anderen Gästen des Nordsterns - etwa der ebenfalls anwesenden Mutter Linai samt ihrer beiden Novizen, auch eine Rahja-Geweihte (Schwester Nidara), war hier anzutreffen und wollte sich das Schauspiel nicht entgehen lassen, in Weiden sieht man schließlich nicht oft eine Tänzerin aus den Südlanden, und erst recht keine wie Seraya da Merinal, die als Sharisad sogar der Zaubertänze mächtig sein soll...

Man unterhielt sich, die Geweihten gaben die ein- oder andere peinliche Anekdote aus ihrem Leben im Tempel zum Besten (sehr zum Unvergnügen der anwesenden Novizen), auch einer der Fuhrmänner klinkte sich früher oder später ins Gespräch mit ein (Lares Ehrwald – unter anderem für die Schwemme an Kartoffelgerichten in Baliho verantwortlich, weil er von seiner letzten Fahrt nach Dragenfeld einige der überaus großen Kartoffeln von den dortigen Bauern gekauft hatte), Phedrion sinnierte über die Wichtigkeit des Yaquir-Flusses für sein Handelshaus, und auch sonst war Platz für die ein oder andere Geschichte einer früheren Heldentat, für die man hier dankbare Zuhörer fand...

Bald begann auch der Auftritt von Seraya da Merinal, im Saal wurde ein Großteil der Kerzen gelöscht und die Sharisad begann ihren Tanz, der kurz darauf sämtliche Zuschauer in seinen Bann zog – die gekonnten Tanzbewegungen, die ihren Körper von ihren Zehenspitzen über Bauch und Hüften bis zu ihren Armen durchströmten, waren ein Anblick den niemand so schnell vergessen konnte und wollte...

Auf dem Höhepunkt ihres Auftritts jedoch sank Mutter Linai in ihrem Stuhl zurück, ihre Augen wurden glasig und starr, ihr Atem ging schwerer und Schweiß stand ihr auf der Stirn. Natürlich versuchte die Gruppe sofort, ihr irgendwie beizustehen (vielleicht wurde ihr Essen vergiftet?), jedoch hielten die beiden Novizen die Gefährten zurück und erklärten, das Mutter Linai die Gabe der 'Göttlichen Verständigung' habe und ihr offenbar gerade eine Vision zuteil wird.

Und tatsächlich, während auf der Bühne die Sharisad dem Ende ihres Auftrittes entgegentanzte, konnte die Gruppe leise und kaum hörbar das Murmeln der wie unter Schmerzen sich windenden Mutter Linai Verstehen: 'Feuer. Eine große Menschenmenge. Flammen. Eidechse. Scheiterhaufen. Schmerzen. Dunkelheit.' Zeitgleich mit dem Ende der Darbietung Seraya da Merinals sank auch Mutter Linai erschöpft in sich zusammen, und noch während der Vorhang auf der Bühne unter tosendem Applaus der anderen Gäste (die von der finsteren Vison der Geweihten nichts mitbekommen hatten) herabgelassen wurde, kam sie langsam wieder zu sich und konnte – verwirrt, aufgewühlt und immernoch sehr geschwächt – von ihrer Vision berichten: In Dragenfeld wurde eine Dienerin der jungen Göttin verbrannt, Schwester Laniare, und per göttlicher Verständigung hatte sie ihre letzten Momente miterlebt.

Von der anfangs noch so ansteckenden guten Laune der Abendgesellschaft war nun kaum etwas zu spüren, zu sehr lag der finstere Schatten der Vision über den Anwesenden. Mutter Linai und ihre Novizen ließen sich bald entschuldigen und zogen sich in den Travia-Tempel von Baliho zurück, während die Gruppe rätselnd und beunruhigt zurückblieb. Niemand konnte sich vorstellen, wer es wagen könnte, eine Geweihte der Zwölfgötter zu verbrennen – das kam schließlich einem Frevel an der Gottheit selbst gleich. Shabra jedenfalls verschaffte sich Zutritt zu dem Bereich hinter der Bühne, um mit Seraya da Merinal zu sprechen – vielleicht, so dachte sie sich, hatte ja ihr Zaubertanz etwas mit der Vision der Geweihten zu tun – aber die Sharisad konnte lediglich angeben, sie habe eine Erschütterung aus dem Saal gespürt, die sie fast ihrer Konzentration beraubt hätte, ohne jedoch ihren Ursprung ausmachen zu können. 

Da sämtliche Versuche, zur Traviageweihten Linai vorgelassen zu werden, von den Novizen abgeblockt wurden (schließlich brauche sie jetzt ihre Ruhe und sei ins Gebet vertieft), beschloss man, sich zur Ruhe zu legen und am nächsten Tag den Ereignissen auf den Grund zu gehen.

 

Aufbruch Richtung Dragenfeld

Früh am nächsten Morgen begegneten Gerion und Salvian schießlich der Novizin Schwester Alwine an einem Marktstand, die gerade dabei war einen Streitkolben zu kaufen welcher natürlich nicht für sie selbst bestimmt war, sondern für Mutter Linai, welche es sich anscheinend in den Kopf gesetzt habe den Geschehnissen von Dragenfeld auf den Grund zu gehen... die Gruppe begleitet die Novizin zurück zum Tempel, wo sie tatsächlich neben Bruder Sarkus (der gerade dabei war die Armenspeisung durchzuführen) eine hektische Mutter Linai antrafen, die in umfangreiche Reisevorbereitungen verstrickt war. Diese beteuerte nochmals die Dringlichkeit ihrer Mission – in ihrer Vision hatte sie nämlich gespürt, das man Schwester Laniare aufgrund eines Frevels gegen die 12 Götter – gegen die junge Göttin Tsa im Besonderen – auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Die Traviageweihte ist fest entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen – was für ein Frevel hat die Landbevölkerung dazu veranlasst, die junge Geweihte wie eine Hexe auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen?
 
Nach einer kurzen Besprechung, in der deutlich wurde das Mutter Linai noch unter Schock steht und alleine keineswegs reisefähig ist, wurde der Entschluß gefasst die Geweihte auf ihrer Reise nach Dragenfeld zu begleiten. Die Novizen schienen über diese Entwicklung eher unglücklich zu sein, sahen aber ein das es besser sei, Linai nicht alleine gehen zu lassen, wenn sie sich schon nicht von ihrem Vorhaben abbringen ließe... und so unterstützte man die Vorbereitung der Reise nach Kräften. Phedrions Marktstand wurde abgebaut und im Tempel des Phex zwischengelagert, grundlegende Informationen über die Strecke Baliho-Dragenfeld eingeholt, Proviant eingekauft und für diejenigen die noch über kein Reittier verfügten sogar einige genügsame Pferde aufgetrieben. 

Zur Mittagszeit des 23. Ingerimm machte sich die Gruppe schließlich auf den Weg, zunächst nach Norden in Richtung Trallop, um bei Anderath schließlich nach Osten auf die Reichsstraße nach Dragenfeld abzubiegen. 

Doch schon in Anderath kam es zu einem unfreiwilligen Halt der Gruppe – von einer herrischen Praiosgeweihten nach dem Sinn und Zweck ihrer Reise befragt, wurden ihnen mehr oder weniger befohlen, auf einem Gutshof etwas ausserhalb der Stadt an einer Besprechung teilzunehmen und ihre Informationen insbesondere in Bezug auf die Vision der Traviageweihten Mutter Linai dort dem Inquisitionsrat der Praioskirche mitzuteilen. 


An besagtem Gutshof angekommen, sah man sich einer stattlichen Anzahl von Geweihten des Praios, Mitgliedern des Bannstrahl-Ordens und sogar einigen Sonnenlegionären gegenüber, die hier offenbar in Zelten, die mit Sicherheit mehrere hundert Männer beherbergen konnten, ihr Lager aufgeschlagen hatten. Auch ließen sich hier die Kutschen der beiden Magierakademien wiederfinden...

 

Anderath - Das Treffen der Praios-Kirche

Die Gruppe wurde gemeinsam mit Mutter Linai in den größten Raum des Hauptgebäudes geführt, in dem bereits über ein Dutzend in goldene und weiße Gewänder gekleidete Personen versammelt waren, darunter Inquisitionsrat Amando Laconda da Vanya aus Ragath (der im Auftrag des 'wahren' Boten des Lichts, Jariel Praiotin von Gareth nach Weiden geschickt wurde, um 'einigen Seltsamkeiten im Land' nachzugehen, wie die Gruppe bald erfuhr), der Hochgeweihte Brunn Baucken (Tempelvorsteher des Praiostempels von Baliho), 'Der Erwählte' Ucurian Jago (Hochmeister des Bannstrahlordens Praios', welche man gerade in Weiden auch 'Ketzerrichter' oder 'Hexenverbrenner' nennt), sowie einige Experten von außerhalb der Praioskirche, namentlich Reo Cordovan Sapallyo (anerkannter Experte für Magie und Gesandter des Hesindetempels von Kuslik), Magister Thirion von Uckelsbrück (Stellvertretender Akademieleiter der Akademie der Magischen Rüstung zu Gareth) und Magistra Selara Moriani (Stellvertretende Akademieleiterin der Halle der Austreibung zu Perricum).

Nach und nach ließ der Inquisitionsrat da Vanya die Anwesenden berichten, und verlangte schließlich von jeder Partei eine Einschätzung der Lage.

Der Hochgeweihte Brunn Baucken berichtete den Versammelten von einer Vision die ihm zuteil wurde - in welcher er sah, wie aus dem Ei eines Greifen zuerst eine Eidechse schlüpfte, die sich dann in eine Schlange verwandelte, und am Ende ihre Eltern fraß. 

Magistra Moriani berichtete von einem verwirrten Magier aus Festum, welcher nach einer Expedition in den Süden (nach Selem) offenbar den Verstand verloren habe. Zur Zeit befände er sich in der Obhut der Halle der Austreibung – jedoch stammele er die ganze Zeit etwas davon, das in den Namenlosen Tagen des Jahres 22 Hal ein mächtiger Magier geboren würde, der seine Feinde mit einer roten und einer schwarzen Sichel niederstreckt. Normalerweise würde man dem Gestammel des Mannes nicht mehr Bedeutung beimessen als anderen Dingen, die ihre Patienten so von sich geben würden, aber durch die Vision des Hochgeweihten erschien die Aussage des Mannes in völlig neuem Licht.

Zuletzt ließ man Mutter Linai von ihrer Vision erzählen – der Verbrennung der Tsa-Geweihten Schwester Laniare in Dragenfeld, die offenbar im Zusammenhang mit einem Frevel gegen die zwölfgöttliche Ordnung der Welt steht – und sie erklärte, dass sie bereits auf dem Weg nach Dragenfeld sei, um gemeinsam mit der Gruppe der Sache auf den Grund zu gehen.

Schnell war man sich darüber einig, das alle 3 Visionen im Zusammenhang miteinander stehen. Die Eidechse aus der Vision Brunn Bauckens konnte so zum Beispiel als Sinnbild für die junge Göttin Tsa gedeutet werden, der diese Tiere als heilig galten, was wiederrum ein Hinweis auf das Schicksal der jungen Tsageweihten sein könnte, die in Dragenfeld verbrannt wurde. Die Rote und Schwarze Sichel, die der verrückte Magier in seinem Delirium erwähnt haben soll, wurden als Andeutungen auf die beiden gleichnamigen Gebirgszüge gedeutet, die Weiden beherrschten... und Dragenfeld liegt in dem Gebiet zwischen den beiden Gebirgen.

Die Vorstellungen, wie man nun weiter verfahren sollte, lagen jedoch sehr weit auseinander. Während die unabhängigen Experten der Magierakademien und der Hesindekirche dafür plädierten, die Visionen weiter und genauer zu untersuchen und eventuell weitere Personen ausfindig zu machen, die in jüngster Zeit prophetische Träume oder Visionen hatten, argumentierten der Hochgeweihte und 'Der Erwählte' damit, dass ihnen bei einer tatsächlichen Gefahr doch tatsächlich die Zeit davonlaufe (die Namenlosen Tage stünden ihnen nämlich in nicht einmal mehr 2 Monaten bevor!) und man lieber zu früh als zu spät drastische Maßnahmen ergreifen solle: Sämtliche Tsatempel und Magierakademien der Umgebung seien augenblicklich zu durchsuchen und verdächtige Personen in Verwahrung zu nehmen, um sie bei auffallendem Verhalten lieber präventiv dem Heiligen Feuer ihres Herren Praios zu überantworten.

Schließlich sprach Inquisitionsrat da Vanya ein Machtwort, nachdem er sich sämtliche Bedenken der Parteien hat schildern lassen: Der Traviatempel von Baliho bekommt Zeit bis zum 15. Rahja, um den Geschehnissen in Dragenfeld nachzuspüren und wieder nach Anderath zurückzukehren, um ihm dort Bericht zu erstatten.Derweil hätten die Magister der Akademien von Gareth und Perricum mit ihrer Gefolgschaft bis zu diesem Datum sämtliche Quellen zu konsultieren (und gegebenenfalls neue aufzutun) die ihnen zur Verfügung stehen, während der Orden des Bannstrahl Praios' in Richtung der Roten Sichel aufbrechen solle, um dort die Lage zu erkunden. Sollten die Gesandten bis zum 15. Rahja nicht zurück in Anderath sein oder entsprechende Kunde übermitteln, so werde dem Plan des Erwählten folge geleistet und sämtliche Tsatempel der Umgebung würden von der Praioskirche auf häretische Umtriebe durchsucht.


Froh, der Strenge der Praioskirche endlich entkommen zu können, macht sich die Gruppe gemeinsam mit Mutter Linai schließlich wieder auf den Weg nach Dragenfeld. Die Besprechung mit den Praioten hatte fast 3 Stunden gedauert, und der ihnen auferlegte Zeitrahmen ist mehr als eng: Sie würden noch eine Woche für die Reise nach Dragenfeld benötigen, was ihnen inklusive der Rückreise nach Anderath wohl nur knapp eine Woche Zeit lassen würde, um Nachforschungen in Dragenfeld anzustellen – der 15. Rahja lag immerhin nur noch ungefähr 3 Wochen entfernt. Es war also Eile geboten.

 

Unterwegs von Anderath nach Braunenklamm

Die Nacht zum 24. Ingerimm kommt man auf halber Strecke nach Braunsfurt auf dem Gutshof der Familie Blaufüchsen unter, nachdem der jüngste Sohn der Familie die Reisegruppe an der Straße abgefangen hat und ihnen die Gastfreundschaft anbot. Noch am Abend macht man Bekanntschaft mit einer weiteren Reisenden, die ebenfalls dort Schutz vor der Nacht sucht: Eine stolze Geweihte der Kriegsgöttin Rondra, Ayla Eiridias von Schattengrund. Sie kommt gerade aus dem im Wiederaufbau befindlichen Ysilia (welches 1002 BF von Ogern zerstört wurde) und ist unterwegs zum Oberhaupt der Rondrakirche, dem 'Schwert der Schwerter' Dragosch von Sichelhofen. 

Von ihr erfuhr man, das der Wiederaufbau von Ysilia äußerst gut vorangeht - vor allem die zwergischen Baumeister würden ganze Arbeit leisten, und auch der Ausbau der Herzogsstraße Richtung Bornland schreite weiter voran. Auf ihrem Hinweg nach Ysilia war der Bautrupp kurz vor Salthel, mittlerweile sei man bis zum Goblinpfad vorgedrungen. Allerdings waren ihr auch unheimliche Geschichten von einem 'Schwarzen Mann' zu Ohren gekommen, der die Gegend unsicher machen solle.

Noch in der Nacht wurde die junge Rondrageweihte von schrecklichen Alpträumen übermannt, und verletzte sich im Schlaf durch ihre Fingernägel selbst – erst das beherzte Eingreifen von Salvian, Ragnar, Gerion und Walkir sorgt dafür, das sie einigermaßen ruhig weiterschlafen kann. Am nächsten Morgen berichtet sie davon, das solcherlei Träume sie in letzter Zeit häufiger verfolgen, jedoch noch nie so intensiv wie letzte Nacht gewesen seien. Von eventuellen häretischen Umtrieben im Gebiet von Dragenfeld weiss sie jedoch nichts, und so geht sie am nächsten Morgen bereits wieder ihrer Wege und verabschiedet sich von Mutter Linai und der Gruppe.

Der 25. Ingerimm verlief recht unspektakulär, man ließ sich in den Orten am Wegesrand nicht allzu lange aufhalten und passierte zügig die Ortschaften Braunsfurt und Dreybircken, um den Abend schließlich in Aelderwald zu verbringen. Dank Mutter Linai bekam man dort sogar Unterkunft im Traviatempel, wobei der dortige Geweihte Vater Bostell die Gruppe heimlich beiseite nahm und nachdrücklich seine Bedenken bezüglich der Strapazen der Reise in Bezug auf Mutter Linai äusserte.

Nachts wird Shabra von unheimlichen Alpträumen geplagt, in denen ihre Gedanken die Bahnen der Sterne lenkten und sie unvorstellbare Macht besaß, sodass sich selbst die mächtigsten der Götter vor ihr im Staub wanden... sie war noch den gesamten nächsten Tag verwirrt und fühlte sich seltsam mutlos.

Den Großteil des 26. Ingerimm brachte man damit zu, den Drachenspalt zu erklimmen – eine Straße, die ein ganzes Stück durch felsiges Gebirge führt und dem Verlauf des Braunwasser folgt, ein Fluß der seinen Namen nicht umsonst trägt. Am frühen Abend schließlich erreichte man die Ortschaft Braunenklamm, wo man sich nach einer Unterkunft für die Nacht umsah.

Bei der Ankunft fiel sofort die unangenehm knirschende Mühle sowie ein hektischer Zwerg (Gormar Sohn des Gurthasch) auf, welcher ständig hektisch zwischen seinem Werkzeugschuppen und der offenen Mühle hin- und herrannte. Nach einem frustrierten Aufschrei des Zwergen, der behauptete, seine Mühle würde auseinanderfallen und niemand helfe ihm dabei, sie zu retten, rang sich schließlich ein Teil der Gruppe dazu durch, sich des Problems anzunehmen, während Mutter Linai mit dem Rest sich auf den Weg in ein Gasthaus machte.

Im Inneren der Mühle konnte man bald die Ursache des Knirschens ausmachen: Irgendetwas hatte sich wohl unter Wasser im Mühlrad verfangen, und dieses etwas führte in unregelmäßigen Abständen zu unangenehm knirschenden Blockaden des Wasserrades. Da der Zwerg sich wohl kaum dazu überreden ließ, selbst ins Wasser zu steigen, musste Gerion dafür herhalten. Salvian sorgte mit dem Zauber 'Fortifex' dafür, das Gerion während seines Tauchgangs nicht vom Wasserdruck davongespült wurde, indem er eine arkane Wand im Wasser erschuf, die sich gegen den Strom richtete, und Gerion kletterte am Mühlrad hinab und tauchte zum Grund des Beckens. Hier wurde er von dem Hindernis, welches die Mühle blockierte, angegriffen: Eine bleiche Hand schloß sich überraschend um Gerions Kehle, und ein menschenähnliches Wesen mit toten Augen und einem seltsamen, metallischen Gegenstand in der Stirn starrte ihn hasserfüllt an! 

Es gelang Gerion letztlich, sich loszureissen und wieder an die Wasseroberfläche zurückzukehren, wo er den anderen von seiner Entdeckung berichtete – doch als die Gruppe dann schließlich mithilfe von Stangen und Haken das 'Wesen' aus dem Wasser fischte, stellte es sich als gewöhnliche, entgegen Gerions Beteuerungen völlig leblose Wasserleiche heraus. Mehrere Schwert- und Brandwunden fanden sich an dem aufgequollenen Körper, die in ihrer Summe alleine jeweils schon tödlich gewesen sein mussten, sowie ein Loch in der Stirn (ohne den von Gerion beschriebenen 'metallischen Gegenstand' darin) machten die Gruppe stutzig. Es gelang ihnen nicht, die Identität des Toten festzustellen, und nur Salvian konnte zumindest erkennen, das – was auch immer dem Toten durch die Stirn getrieben wurde – vermutlich als eine Art Fokus für Beherrschungs- oder Beschwörungsmagie mit dem Merkmal der Erzdämonin Thargunitoth fungiert haben muss.

In dieser Nacht wurden Salvian und Gerion von unheimlichen Alpträumen befallen, in denen sie beide über eine endlos erscheinende, mal rote, dann graue, dann grüne Ebene mit einem ebenso farbigen Himmel flohen, auf ein großes Tor in der Ferne zu, während sie von einem unaussprechlichen Grauen gejagt wurden, dass ihnen im Nacken sitzt und sie bald einholen würde...



Selbst als sie am Morgen des 27. Ingerimm erwachen, scheint ihr Alptraum die beiden noch nicht gänzlich losgelassen zu haben – sie fühlen sich selbst im Wachzustand seltsam unruhig und von dem unbestimmten Gefühl getrieben, verfolgt zu werden.

Zu ihrem langsam aufkommendem, regelrechten 'Verfolgungswahn' gesellen sich außerdem Halluzinationen von dunklen Schatten, die sie stets nur aus dem Augenwinkel wahrnehmen können, und manchmal könnten sie schwören, leise Stimmen zu hören, die sie dazu drängen, sich wieder schlafen zu legen und sich den Träumen hinzugeben....

Auch Mutter Linai scheint nicht gut geschlafen zu haben, dunkle Ringe haben sich unter ihren Augen gebildet und auch sie klagt über schlechte Träume in der letzten Nacht.

 

 
Wir schreiben den 27. Ingerimm – und wie es weitergeht erfahren die Helden erst beim nächsten Spieltermin...

11.10.08 16:17





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